Wärmepumpentrockner oder Kondenstrockner: was ist besser?

iQ700 WT46W2FCB von SiemensDer Wäschetrockner ist ein sehr nützliches Haushaltsgerät, das in vielen Situationen sehr hilfreich sein kann, da es den Zeitaufwand für die Hausarbeit reduziert. Insbesondere im Winter, wenn die Wäsche sehr viel Zeit benötigt, um zu trocknen, bietet der Wäschetrockner große Vorteile. Dabei müssen Sie sich allerdings zwischen einem Kondens- und einem Wärmepumpentrockner entscheiden können. Beide Modelle weisen entscheidende Unterschiede auf, die meist auch von der Wohnung oder dem Keller abhängen.

Gerätemerkmale
  • Nützliche Haushaltsgeräte
  • Zum Trocknen der Wäsche gedacht
  • Geringer Energieverbrauch
  • Für Familien konzipiert

Die beiden Trocknerarten im Vergleich

Beim Kauf eines Wäschetrockners haben sie die Auswahl aus verschiedenen Formen der technischen Umsetzung. In diesem Artikel sollen die herkömmlichen Kondenstrockner mit den neuen Wärmepumpenwäschetrocknern der Hersteller verglichen werden, um zu analysieren, für welche Haushalte sich die Anschaffung eines solchen Geräts lohnt. Dabei wird im folgenden Ratgeber nicht nur auf das entscheidene Merkmal des jeweiligen Gerätes eingegangen, sondern auch auf die Frage, ab welchem Zeitpunkt sich das jeweilige Gerät mehr im Haushalt lohnt. Auf Dauer kann das falsche Gerät nicht nur für höhere Stromkosten sorgen, sondern auch für Schimmel innerhalb der Wohnung – das sollte natürlich vermieden werden.

Besonders wichtig ist dabei die Frage, wo der Kondens- oder Wärmepumpentrockner eigentlich stehen soll.

Der Kondenstrockner

Waermepumentrockner TrommelDas Grundprinzip aller Wäschetrockner ist das gleiche: Durch die feuchte Wäsche wird warme Luft geleitet. Warme Luft kann wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Daher entzieht sie der Wäsche die Feuchtigkeit und wird daraufhin abgeleitet. Um den Kontakt zwischen der warmen Luft und der Wäsche zu ermöglichen, wird diese außerdem bewegt. Diese Bewegung geschieht entweder im Gerät oder wird in der Umluft durchgeführt. Je nach Gerät wird die eine oder andere Methode verwendet.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Trocknern bestehen darin, wie die Luft erwärmt wird und wie die warme Luft, die die Feuchtigkeit aufgenommen hat, abgeleitet wird.

Die ersten Trocknermodelle waren sogenannte Ablufttrockner. Dabei wurde die warme feuchte Luft über einen Schlauch nach außen geleitet. Dies sorgte jedoch für Probleme, da die feuchte Luft eigentlich direkt ins Freie geleitet werden sollte. In Gebäuden, in denen dies nicht möglich ist, entsteht so eine hohe Luftfeuchtigkeit, was nicht nur das Raumklima beeinträchtigt, sondern auch zu Schimmelbildung führen kann. Daher wurde der Kondenstrockner entwickelt. Der Kondenstrockner arbeitet mit zwei Luftströmen, die miteinander agieren. Der erste Luftstrom gerät als warme Luft, die zuvor mittels Stromzuführung erhitzt wurde, durch die Trommel. Hier befindet sich die feuchte Wäsche, die anschließend getrocknet wird. Die dadurch entstehende feuchte Luft wird in einem Behälter gesammelt, der dann als Kondensbehälter bekannt ist. In diesem Behälter setzt sich dei feuchte Luft als Wasser ab, welches dann im Anschluss vom Nutzer einfach ausgeschüttet werden kann.

Beispiele für einen Kondenstrockner sind der WTE 863XL von Bosch sowie der LAVATHERM T65280AC von AEG.

Bei diesen Modellen wird die warme und feuchte Abluft nicht einfach nach außen geleitet, sondern sie wird bereits im Inneren des Geräts abgekühlt. Durch die Abkühlung wird der Luft die Feuchtigkeit entzogen, was das Raumklima erheblich verbessert. Ein Kondenstrockner verfügt über einen Tank, in dem das Wasser aufgefangen wird und der regelmäßig geleert werden muss.

Vorteile und Nachteile des Kondenstrockners

VorteileNachteile
  • günstig in der Anschaffung
  • sehr gute Trocknung
  • große Programmvielfalt
  • kann in geschlossenen Räumen aufgestellt werden
  • Kondenswasser lässt sich einfach wechseln
  • hoher Energieverbrauch
  • wartungsintensiv
  • laute Betriebgsgeräusche

Der Wärmepumpentrockner

lg-rc-7055-ah1z-02Der Wärmepumpentrockner ist in der Regel ebenfalls als Kondenstrockner umgesetzt. Allerdings unterscheidet er sich von einem gewöhnlichen Trockner in der Art und Weise, in der die Luft erwärmt wird. Eine Wärmepumpe dient dazu, Wärme aus einem bestimmten Umfeld abzuführen und in einen anderen Raum zu leiten. Die Wärmeenergie, die dazu verwendet wird, die Luft zu erwärmen, wird nicht über die Stromversorgung gewonnen, sondern aus der Umgebung abgezogen.

Die physikalische Grundlage dieser Technik besteht darin, dass eine Flüssigkeit, die durch die Erzeugung eines Unterdrucks zum Verdunsten gebracht wird, Energie aus der Umgebung abzieht.

Wenn dieses Gas unter ständigem Unterdruck an einen anderen Raum befördert wird und dort der Druck wieder erhöht wird, kondensiert das Gas wieder und gibt die aufgenommene Wärme ab. Die Energie, die die Wärmepumpe benötigt, wird lediglich für die Kompressoren genutzt, da die eigentliche Wärmeenergie direkt aus der Umgebung stammt. In der Regel ist der Energieverbrauch hier deutlich geringer. Außerdem kann im Fall des Wäschetrockners auch die warme Abluft für die Wärmegewinnung verwendet werden, was diese Technik noch effizienter macht.

Beispiele für Wärmepumpentrockner sind der WT 46W563 von Siemens oder der TK Plus 72A Di von Bauknecht.

Vorteile und Nachteile des Wärmepumpentrockners

VorteileNachteile
  • sehr geringer Energieverbrauch
  • schonend für die Wäsche
  • Programmvielfalt enorm
  • weniger wartungsintensiv
  • für die häufige Nutzung gedacht
  • hohe Anschaffungskosten
  • meist wird ein Abfluss benötigt

Wann lohnt sich ein Wärmepumpentrockner?

T77684EIH von AEGDer entscheidende Vorteil des Wärmepumpentrockners ist der erheblich geringere Energieverbrauch. Allerdings sind die Anschaffungskosten deutlich höher. Um diese Technik zu bewerten, gibt es zwei Ansatzpunkte. Aus ökologischer Sicht lohnt sich der Wärmepumpentrockner immer, da ein geringerer Energieverbrauch die Umwelt entlastet. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es immer wichtig, zu beachten, wie häufig der Trockner verwendet wird.

In Familien, in denen der Wäschetrockner täglich genutzt wird, sorgen die niedrigeren Energiekosten dafür, dass sich der höhere Anschaffungspreis bereits nach wenigen Jahren amortisiert. Für Single-Haushalte oder Familien, die den Trockner nur in Ausnahmefällen verwenden, sind die Einsparungen hingegen deutlich geringer, sodass es sich hier aus wirtschaftlicher Sicht nicht immer lohnt, einen Wärmepumpentrockner zu verwenden. Welches Modell letztlich das beste Gerät für Sie ist, können Sie im Vergleich der verschiedenen Geräte einsehen! Die Modelle von Bosch schlagen sich hier sehr gut.

Die hohen Investitionskosten eines Wärmepumpentrockners sind meist nach 4 oder 5 Jahren vollständig durch die geringen Energiekosten amortisiert. Durchschnittlich spart eine Familie mit vier Personen somit knapp 100 Euro an Energiekosten im Jahr.

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